Arequipa
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| Landschaft zwischen Cusco und Arequipa |
Rund 600 km südlich von Cusco liegt eine der schönsten Städte Perus zu Füßen des 5822 m hohen Vulkans Misti. Neben diesem liegen mit dem schneebedeckten Vulkan Chachani (6075) und dem Pichu Pichu (5571) zwei weitere große Berge in unmittelbarer Nähe Arequipas.
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| Anflug auf Arequipa. Gut zu sehen, die höchste Erhebung ist der schneebedeckte Vulkan Chachani. |
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| Der Vulkan Misti |
Die Höhe von immerhin 2335 m verleiht Arequipa ein ganzjährig angenehmes, frühlingshaftes Klima. Die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen tagsüber bei 22°, nachts kann es, vor allem in den Monaten der Trockenheit, stark abkühlen. So dass uns eigentlich schon seit mehreren Wochen ein leichter Schnupfen begleitet. |
| Das Schmuckstück der Stadt ist der Plaza de Armas mit der Kathedrale. |
Die Stadt, deren Einwohnerzahl mittlerweile die Millionen Marke überschritten hat, breitet sich im fruchtbaren Teil des Rio Chili aus, in dem heute noch Landwirtschaft und Viehzucht betrieben werden.
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| Seitenansicht der Kathedrale |
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| Von drei Seiten umschließen Arkadengänge den Platz. |
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| An der Südecke des Platzes liegt die Iglesia la Compania, eine der ältesten Kirchen der Stadt. Sie zählt zu einem der wichtigsten architektonischen Werke des Mestizen-Barocks. An der reich verzierten Frontfassade wurde fast 100 Jahre gearbeitet (ab 1595). Vergoldete Altäre im Barockstil dominieren den Innenraum der Kirche. |
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| Die Wände und Decken der Kapelle de San Ignacio, in der einst die Sakristei untergebracht war, sind komplett mit bunten Fresken versehen, auf denen sich Pflanzen- und Tiermotive wieder finden. |
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| Ein Ausschnitt aus der wunderschönen Wand und Deckenmalerei. Laut Beschreibung diente dieser Raum der Ausbildung für Priester, die für ihre Missionstätigkeit im Dschungel vorgesehen waren, deswegen unter anderem auch die vielen Vogelmotive. |
Das historische Zentrum von Arequipa ist bekannt für seine schönen Klöster, Kirchen und Kolonialbauten und wurde im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Silla ein poröses helles Tuffgestein, aus dem sehr viele Gebäude vor allen im Stadtzentrum gebaut sind, hat Arequipa den Beinamen „die weiße Stadt“ eingebracht. |
| Neben der Kirche la Compania liegt das ehemalige Jesuitenkloster, einst Sitz des Colegio de Santiago. Heute sind in dem mit üppig verzierten Säulen und einem gut erhaltenen Kreuzgang ausgestatteten Gebäuden verschiedene Geschäfte untergebracht. |
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| Kreuzgang im ehemaligen Jesuitenkloster |
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| Das Tristan del Pozo Haus, ein ehemaliges Wohnhaus vermögender Familien, zuvor Jesuitenseminar und erzbischöflicher Palast, ist heute im Besitz einer Bank, die den Gebäudekomplex als Museum nutzt. Das Eingangsportal ist ein hervorragendes Beispiel des Mestizen-Barock-Stils. |
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| Im Innenhof des Pozzo Hauses, das als Paradebeispiel eines arequipenischer Patrizierhauses gilt. |
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| Ein Gemälde aus der Ausstellung: eine Marktszene von 1963 vom Maler T. Nunez Ureta. |
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| Ein Dali aus der Palme geschnitzt. |
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| Einer der sechs Innenhöfe der Casa Iriberry zwischen wuchtigen Mauern, wo einst wohlhabende Familien lebten, ist heute eine Fakultät der Universität Sankt Augustin untergebracht und auch ein ruhiges Café. |
Das Kloster Santa Catalina gilt als eines der wichtigsten religiösen Bauwerke aus der Kolonialzeit. Es liegt nahe dem Stadtzentrum und wurde 1579 auf Beschluss des Rates der Stadt erbaut, da die bereits vorhandenen drei Klöster die Novizinnen nicht mehr aufnehmen konnten.
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| In der Klosteranlage gibt es zwei Innenhöfe mit reich geschmückten Kreuzgängen. |
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| Die Gassen in der Klosteranlage tragen den Namen spanischer Städte. |
Viele der reichen spanischen Familien gaben ihre zweite Tochter für „Gott und Himmelreich“ ins Kloster. Für das Kloster Santa Catalina ummauerte man kurzerhand einen 20.426 m² großen Teil der Stadt und begründete damit eine autarke Siedlung. Bis zu 150 Nonnen sollen hier zusammen mit ihren Bediensteten in strenger Klausur gelebt haben. Doch es gab Ausnahmen: Die französische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Flora Tristan besuchte im Jahre 1834 das Kloster. Sie schildert in ihrem Reisebericht ausführlich die Lebensart der Nonnen. Flora Tristan zufolge lebten sie weit ungezwungener als ihre strenge Regel es hätte erwarten lassen. Alle vier Jahre wurden acht Novizinnen aufgenommen, die eine Mitgift von mindestens 1.000 Goldpesos zum Unterhalt des Klosters erbringen mussten.
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| Das Tolle an diesem Museum bzw. ehemaligen Kloster war, dass wir in sehr viele unterschiedliche Wohnungen bzw. Zellen ungehindert hinein - und heraus spazieren konnten. |
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| Viele Zellen waren mit einer eigenen Küche ausgestattet, es gab auch eine große Gemeinschaftsküche und eine Küche, in der Kuchen und Gebäck für den Verkauf hergestellt wurde. |
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| Eine besser ausgestattete Klosterzelle |
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| Hier wurde Wäsche gewaschen. |
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| Maria de Guzman, eine reiche Witwe, kaufte den Grund für das Kloster. Es gehörte danach dem Dominikanerorden und wurde der heiligen Catalina geweiht. |

Erst nach einer Reform 1871 nahm das Kloster auch Novizinnen ohne Mitgift auf. Trotz dieser ersten Liberalisierung dauerte es bis 1970, bis das Kloster auf Initiative der verbliebenen Nonnen renoviert wurde und seine Geheimnisse der Öffentlichkeit zugänglich machte: Englische Teppiche, spanische Seidenvorhänge, flämische Spitzentücher, gepolsterte Stühle, Damast, feines Porzellan und Silber gehörten zur „Ausstattung“. Man fand eine autarke Stadt inmitten Arequipas vor, in der die Zeit 1579 stehen geblieben zu sein schien, sieht man einmal von den Zerstörungen durch die Erdbeben ab. - Wir sind circa 3 Stunden in der Klosteranlage geblieben und haben viele Entdeckungen gemacht. In der Nachsaison ist die Touristenzahl auch deutlich zurückgegangen, so dass wir teilweise alleine in den Räumen und Sälen unterwegs waren. Nicht ohne Grund zählt das Kloster zu den Touristenzielen Nummer Eins in Arequipa.
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| Ein gut ausgestattete Gemeinschaftsraum zum Treffen in der Freizeit. |
Halloween wird in Peru ganz groß gefeiert. Nicht nur die Kleinen ziehen verkleidet los, um in den Geschäften nach Süßigkeiten zu fragen. Auch viele Erwachsene sind in komischen Kostümierungen unterwegs. Die Lokale sind mit Spinnennetzen, Fledermäusen oder Skeletten geschmückt. Gestern, am 30. November, war dann die halbe Stadt auf den Beinen.
Zunächst hatten wir ein Hostel in Arequipa gebucht, mussten dann aber feststellen, dass es erstens zu laut war und zweitens, der uns angebotene Raum keinerlei Fenster hatte. Zum Glück konnten wir das Zimmer stornieren. Über Booking haben wir dann ziemlich schnell ein Hotel in der Nähe gefunden. Leider lagen die Fenster unseres recht schönen Zimmers direkt einer Dachterrasse einer Kneipe auf der anderen Straßenseite gegenüber.
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| So fröhlich ging es schon am Halloween Morgen gegenüber unseres Hotels zu. |
Gegen 19:00 Uhr am Halloween-Abend baute ein DJ seine Anlage auf der gegenüberliegenden Terrasse auf und dann dröhnten die Boxen mit spanischen und englisch-sprachlichen "Hits" bis nach 1:00 Uhr in der Nacht. Die Party ging dann auf der Straße weiter und gegen Morgen, als die Stadt an diesem Feiertag (Allerheiligen) endlich zur Ruhe gekommen war, ging das laute Gequatschte, Geschrei und Gelächter unter unserem Fenster noch immer weiter. Tatsächlich beendete erst um 7 Uhr ein Polizei-Einsatz das Gelage der alkoholisierten Menge. Da waren wir dann auch schon entnervt aufgestanden. - Markus konnte unerklärlicherweise trotzdem gut schlafen. Immerhin konnte Michael auch ein paar Stunden mit Ohrstöpseln schlafen.
Den Abend haben wir übrigens recht nostalgisch in unserem Zimmer mit einem deutschen Film mit spanischen Untertiteln verbracht: Good bye Lenin!
Spaziergang zum Plaza Yanahuaras
Am Feiertag sind wir in den Vorort Yanahuaras spaziert, mitgenommen haben wir einen Besuch in einem privaten, kommerziellen Museum, in dem die Verarbeitung der Alpaca-Wolle gezeigt, einige Alpacas bestaunt und am Ende durch den großen Verkaufsladen geführt wurde.
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| Tore an allen Seiten des Platzes. Die Torbögen und der kleine Park sind ein beliebtes Fotomotiv für besondere Angelegenheiten. |
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| Blick über die Stadt |
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| Die Fassade der Kolonialkirche ist im ornamentreichen Churriguerismus-Stil gebaut worden. |
Von der grünen, palmenbestandenen Plaza Yanahuaras hat man einen schönen Blick auf die Stadt und den Vulkan Misti.
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| Am Abend haben wir noch mal den Plaza de Armas aufgesucht und uns das Innere der Kathedrale angesehen. |
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