Peru-Lima
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| Der Plaza Mayor |
Nachts landeten wir mit einer peruanischen Fluggesellschaft in Lima. Alle Prozeduren liefen reibungslos, die Sitze waren bequem und Beinfreiheit am Notausgang gegeben. Für Ablenkung sorgten unter anderem die neusten Horrorfilme (Michael) und Fantasy-Filme (Markus), die man sogar in deutscher Synchronisation hören konnte.
Am Flughafen dann der übliche Stress beziehungsweise im Nachhinein das Gefühl, mal wieder etwas verarscht worden zu sein. Markus tauschte ein wenig Geld am Bankautomaten. Der Kurs war um 25 % schlechter als der Kurs, den man in der Stadt bekommt. Der Taxifahrer verlangte am Ende der Fahrt mehr als den abgesprochenen Preis. Er gab sich dann letztlich mit US-Dollar zufrieden.
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| Ein Denkmal für den Nationalhelden Simon Bolivar |
Wir haben eine Wohnung im 16. Stock eines modernen Hochhauses im Stadtviertel Barranco angemietet. Das Apartment ist wirklich wie auf den Abbildungen im Internet gut in Schuss und bietet alle Annehmlichkeiten, vor allem und das ist für mich - Michael - sehr wichtig, dass das Bett bequem ist. Auf dem Dach gibt es sogar einen kleinen Pool, den wir bisher als einzige Gäste oder Bewohner des Hauses benutzt haben. Das Wasser ist nämlich ziemlich kalt und nur 90 cm tief. Am Dienstagmorgen haben wir uns auf den Weg in die Altstadt gemacht. Sie ist circa 12 km vom Barranco-Viertel entfernt. Es benötigte einige Gespräche in einem modernen Café, und letztlich half uns eine junge Frau (mit der wir uns treffen werden) beim Kauf der Tickets in einem Shop und beim Finden des richtigen Busses.
Es gibt in Lima eine Buslinie, die Metropolitan, die sehr schnell auf einer gesonderten Spur quer durch die Stadt fährt. Diese nahmen wir und landeten in der Nähe des Platzes Major, dem zentralen Platz der Altstadt von Lima. Wir gingen durch eine Fußgängerzone und erreichten den Platz, der aber abgesperrt war, weil an diesem Tag Demonstrationen unterwegs waren. Touristen wurden aber dennoch durch die Absperrung gelassen.
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| Die Geschichte der Kathedrale an der Ostseite des Platzes ist von vielen baulichen Umgestaltungen und Zerstörungen durch Erdbeben geprägt. Die architektonische Stile reichen von der Renaissance über den Barock bis zum Klassizismus. Die erste Kirche aus dem 16. Jahrhundert wurde beim Erdbeben von 1746 komplett zerstört. |
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| Die gesamte Nordseite des Platzes wird vom Regierungspalast eingenommen. Der wuchtige Bau im Stil des französischen Barocks wurde 1938 fertig gestellt. Der Palast ist der Amtssitz des peruanischen Präsidenten. |
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| Das Rathaus ist erst 1944 gebaut worden. Es wirkt aber älter aufgrund der Holzbalkone. |
Wir besuchten das Literaturmuseum und konnten einiges über die wichtigen Schriftsteller Perus unter zu Hilfenahme unseres Reiseführers (Loose) erfahren, der auch eine kurze Darstellung der Geschichte der peruanischen Literatur beinhaltet.
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| In dem neoklassizistischen Gebäude vorn 1908 ist die Casa de la Literatura Peruana untergebracht. |
Dem Nobelpreisträger von 2010, Mario Vargas Llosa, wurde in dem Museum viel Raum gegeben. Die Bibliothek, die sich auch in dem Gebäude befindet, ist nach ihm benannt und um die große Ausleihtheke herum, ist sein Leben und Werk dokumentiert.
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| Wandbild im Literaturmuseum |
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| Die Decke der Bibliothek |
Im Anschluss spazierten wir zur Kirche und dem Konvent von San Francisco. Dieses ist eines der Hauptattraktionen der Altstadt. Wir buchten eine englischsprachige Führung und wurden von einem leider sehr schwer verständlichen Einheimischen durch die Kirche und das ehemalige Kloster geführt. Höhepunkt des Rundgangs war der Abstieg in die Katakombe, in denen früher die Toten Limas beerdigt wurden. Die Katakomben hat man erst 1951 entdeckt. Sie dienten der Stadt Lima bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Friedhof. Hier wurden die Knochen von rund 70.000 Verstorbenen aufbewahrt. Unter der Kirche wurden vermögende Personen beerdigt. Die Armen fanden einen Platz nur außerhalb der Kirche. |
| Das Portal der Kirche San Francisco. Die Kirche ist ursprünglich aus dem Jahre 1546. Wieder aufgebaut und erdbebensicher verstärkt, nach dem Erdbeben von 1646. |
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| Die Bibliothek des Convents beherbergt rund 25.000 Bände aus Leder und circa 6000 Pergamente. |
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| Blick in den Innenhof des Klosters |
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| Fotografieren war verboten, aber dieses Foto musste sein! Warum die Knochen so arrangiert wurden, wissen wir nicht! |
Abends spazierten wir durch den interessanten Teil unseres Stadtviertels Baranco. Wir orientierten uns an den Restaurant-Empfehlungen des deutschen Reiseführers. Von drei Empfehlungen existierte nur noch eine, obwohl unser Reiseführer nur zwei Jahre alt ist. Vermutliche Schließungen aufgrund der Corona-Krise.
Die sehr beliebte Cevicheria eines Fußball-Fans erinnert eher an an ein Restaurant in Neapel. Der eine große und sehr hohe Raum ist über und über mit Fahnen und Schals von Fußballvereinen dekoriert. An den Wänden befinden sich zahllose Schwarz-Weiß-Fotos und Zeitungsausschnitte, die über die große Zeit dieses Restaurants berichten.
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| Hier in der Canta Rana gibt es das Nationalgericht Ceviche: in Zwiebeln und Limettensaft marinierter, klein geschnittener roher Fisch oder Meeresfrüchte - ganz frisch zubereitet. |
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| Im Baranco-Viertel gibt es viele Wandbilder. |
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An diesem zentralen Platz mit einem kleinen Park soll es am Wochenende sehr voll werden.
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11. Oktober - Viele Eindrücke müssen erst mal verarbeitet werden und das Schreiben des Blogs dauert auch seine Zeit! So haben wir gestern lediglich das archäologische Museum im Stadtteil Pueblo Liber besichtigt, wobei wir nur einige archäologische Objekte sehen konnten, da das gesamte Gebäude umgebaut wird. Dafür gab es aber eine sehr gut aufbereitete Ausstellung zu den Kämpfen um die nationale Unabhängigkeit Perus und dem Widerstand der Ureinwohner gegen die Spanier. Im Zentrum der Ausstellung stand Leben, Werk und die Verehrung von Simon Bolivar.
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| Auf diesem Gemälde wird die Unabhängigkeit Perus ausgerufen. |
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| Innenhof des Museums |
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Die Vielfalt der peruanischen Gesellschaft nach der Unabhängigkeit friedlich versammelt. Eine Utopie.
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Abends waren wir im schicken und teuren Stadtviertel Miraflores unterwegs. Vieles erinnert dort an Städte im Süden Spaniens. Luxuriöse Hotels, schöne Häuser, teure Restaurants und Geschäfte und ein touristische Viertel, wo es laut und - am Wochenende- mit viel Alkohol zur Sache geht.
Wir trafen uns mit einer jungen Frau namens Marianela, einer Zahnärztin, die wir zufällig kennen gelernt haben und die uns einiges über ihr Leben in der Stadt erzählen konnte, aber auch sehr interessiert am Leben in Europa war.
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