Samstag, 21. Oktober 2023
Wir sind weiterhin in Cusco. Was haben wir in den letzten Tagen gemacht?
Nach der Wanderung waren wir ziemlich erschöpft. Dennoch mussten wir unser Gepäck wieder neu organisieren und zusammen packen, da wir das Hotel wechseln mussten. So verbrachten wir den Vormittag am Donnerstag mit dem Umzug und um 12 Uhr trafen wir uns schon wieder mit Teilen der Wandergruppe in Jacks Café. Leckerer Cappuccino und angesagter Kuchen bei Preisen wie in Berlin. Und wir hatten schon wieder so viel zu erzählen und über das Erlebte auszutauschen.
Nachmittags besuchten Markus und ich das Inka-Museum. Wir trafen zwei deutsche Reisende, die sich bei uns ausführlich über den Inka-Trail informierten.
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| Mit einfachsten Mitteln errichteten die Inkas Festungen und Sonnentempel. |
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| Der Innenhof des Inka-Museums gehört zu einem Gebäude aus der Zeit der spanischen Eroberer. |
Abends besuchten wir mit mehreren aus der Wandergruppe ein Musikfest im Kulturhaus, das den Schwerpunkt auf die Flöte gelegt hatte.
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| Checho Cuadros, der Flötenvirtuose |
Erstaunlich welche Vielfalt an Tönen und Melodien die Musiker aus ihren Instrumenten hervorrufen konnten. Wir hörten auch den besten oder virtuosesten Flötenspieler Perus, den wir im Amaru-Hotel kennen gelernt haben und der sich demnächst auf eine Europatournee begibt. Anschließend ging es auf Wunsch des englischen Paares Josh und Connie noch in einen irischen Pub Mollys. Unterhaltung war fast unmöglich, da eine englische Rockband in voller Lautstärke die Hits der letzten Jahrzehnte spielte. Aber interessant, was für eine diverse Szene bei Mollys zusammen kam.Am Freitag ging es vormittags an das Schreiben des Blogs, was doch viel Zeit kostet. Mittags sind wir ins kleine Museum der populären Kunst gegangen, danach zum zweiten Mal ins kleine vegetarische Restaurant New Garden. Nach einer Rast im Hotel war die Besichtigung der Kathedrale am Plaza de Armas angesagt. Die Kathedrale wurde in fast 100-jähriger Bauzeit auf den Überresten eines Inka-Palastes und mit den Steinen einer Inka-Festung im spanischen Renaissance Stil erbaut, vermischt mit indianischen Steinmetz-Elementen. Sie gehört zu den größten Kirchen Südamerikas.  |
Eine Prozession katholische Gläubige auf dem Weg in die Nebenkirche der Kathedrale.
Das Innere des 1559 begonnenen Baus ist imposant und besteht neben der Hauptkirche mit ihren elf Seiten-Kapellen und acht Altären auch aus zwei integrierten Nebenkirchen. Wir betrachteten längere Zeit ein großes Gemälde, dass das Erdbeben von 1650 illustriert, sowie ein Bild des Abendmahls mit Elementen der peruanischen Kultur sowie den prachtvollen barocken, komplett in Gold gefassten Altar. |
Danach entdeckten wir beim Stadtbummel ein Café, das nur von Einheimischen besucht wird. Der Kaffee und die Quiche lecker und das bei halben Preisen im Vergleich zu den Touristen-Cafes.
Am Samstag sind wir mit dem Sammeltaxi ca. 30 km an das Ende des Sacred Valley in den Ort Pisac gefahren, um dort eine bedeutende Inka-Festung zu erwandern.
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| Hinter dem Platz beginnt der Aufstieg zur Inka Festung. |
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| Eine Gasse in Pisac |
Pisac ist auch der Name der Felsenfestung der Inka, die sich oberhalb des Orts an den Berghang schmiegt. Sie wurde kurz nach der Eroberung durch die Spanier aufgegeben und ist aufgrund ihrer entlegenen Lage gut erhalten. Unser Aufstieg begann hinter der Kirche am Placa de Constitution. Es es ging steil aufwärts über terrassierte Felder.
Die Anlage umfasst neben Felslöchern, die einst als Grabstätten dienten, eine Festung mit Ringmauer und Wachtürmen sowie die Gebäude des Tempelzentrums. Unterhalb der Ruinen erstrecken sich in regelmäßigen Abständen rund 7000 Terrassenfelder mit steinernen Stützmauern, die sich für Höhenlinien um den Berghang ziehen.
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| Zu diesen Gebäuden gab es eine Beschilderung: das Krankenhaus |
Wir benötigen ca. 2 Stunden, um an die Spitze des Berges zu kommen und hatten am Ende noch zwei enge Tunnel zu durchqueren. Als wir auf dem Bergrücken waren, änderte sich das Wetter, leichter Regen zog auf und ein wunderschöner Regenbogen war zu sehen.
Wir trafen ein Männerpaar aus Deutschland, das uns freundlicherweise mit ihrem Auto zurück nach Cusco nahmen. Eine nette Begegnung und ein reger Austausch mit Tipps für den weiteren Verlauf unserer Reise.
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| Oberhalb von Pisac hat man einen Blick in das fruchtbare Tal |
Am Sonntag waren wir im Bischöflichen Museum, das in einem Gebäude untergebracht ist, welches auf den Mauern eines ehemaligen Inkapalastes steht.In diesem Museum findet man wunderbare Beispiele für die indianische Malschule von Cusco.Während der Kolonialzeit wurden überall Kirchen, Paläste und Kloster errichtet, für deren Innenausstattung man sakrale Gemälde benötigte. Da die Nachfrage mit europäischen Gemälde nicht befriedigt werden konnte, begannen Vertreter kirchliche Orden in Peru im späten 16. Jahrhundert damit, einheimische Talente zu fördern und auszubilden. Mestizen und Indigenas lernten europäische Mal-Techniken kennen und begannen die Vorlagen der europäischen Meister zu kopieren. Mit der Zeit entwickelte sich ein eigener Stil der traditionelle europäische Stilelemente mit Motiven aus der indigenen Mythologie sowie der einheimischen Flora und Fauna verband.
Typische Merkmale der Cuscoer Kunstwerkstatt sind:
- aus europäischen Gesichtszügen wurden Mestizen-Gesichter.
- Gewänder und Kleidung sind mit reichen Ornamenten meist aus Goldbesatz oder gehämmerten Goldplättchen geschmückt.
- wichtige Motive werden proportional größer dargestellt, Nebensächlichkeiten kleiner.
- Meist werden religiöse Themen dargestellt.
Kurzer Aufstieg zum Platz San Cristobal.
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| Im Glockenturm der Kirche San Cristobal. |
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| In der Kirche hängt ein Gemälde mit Christus im weißem Rock. Diese Darstellung findet man häufig und zeigt die Herkunft des Gemäldes auf der Cuscoer-Schule an. |
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| Die Kirche San Cristobal ist auf den Grundmauern eines Palastes eines Inkafürsten errichtet. Von hier aus hat man einen schönen Blick fast über die gesamte Stadt. |
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| Hier hatten wir ein vorzügliches vegetarisches Mittagessen. |
Besuch der Kirche und des Klosters Santo Domingo
Ursprünglich hieß der Ort Inticanti und war die Residenz des ersten Incas Manco Capac. Der Tempelpalast war der Sonne geweiht und das wichtigste Heiligtum Cuscos. Vor der Eroberung durch Pizarro 1533 waren die Mauern des Sonnentempels mit Goldplatten bedeckt und im Garten des Tempels war alles, was das Reich bot in Gold und Silber nachgebildet.
Im Haupttempel waren die Mumien der verstorbenen Inka auf einem goldenen Thron aufgestellt.
Im Kloster und der Kirche Santo Domingo sind Teile des Tempelviertels erhalten geblieben.
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| Klosterhof mit Kreuzgang |
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| Blick auf zwei Tempel, die innerhalb der Klosteranlage erhalten geblieben sind. Im Originalzustand waren sie mit Strohdächern bedeckt. |
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| Die typischen trapezförmigen Nischen hier des Regenbogentempels. Stellt man sich auf den Stein, kann man durch eine Öffnung und durch einen weiteren Tempel hindurchsehen. |
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| Der Blick durch das Tempelfenster verdeutlicht, wie exakt die Inka-Architekten gearbeitet haben. |
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| Die Kirche Santo Domingo steht auf den Grundmauern des einst prächtigsten und prunkvollsten Sonnentempel der Stadt. |
Die Räume des Klosters Santo Domingo beherbergen weitere Exemplare der Cuscoer Malwerkstatt, vor allem Gemälde mit religiösem Hintergrund. Eine Ausnahme ist ein Gemälde, dass das Zusammentreffen von Atahualpa und den spanischen Eroberern zeigt.
 An diesem Bild ist interessant und ungewöhnlich, dass die Dreifaltigkeit von Jesus, Gott und Heiligem Geist mit drei identischen Jesusdarstellungen umgesetzt wird. |
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Eine verklärende Darstellung des Zusammentreffens von Atahualpa mit den spanischen Eroberern und Vertretern der Kirche.
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Einige Schnappschüsse aus der Stadt Cusco am Sonntag: |
| Ein Aquädukt aus der Kolonialzeit, auf dem Weg nach Saqsaywaman. |
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| Die Anwohner haben die Straße mit hübschen Blumentöpfe dekoriert. Das Schild zeigt unser zweitliebstes fast vegetarisches Restaurant in Cusco. |
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