Filandia

Filandia liegt auf einer Höhe von 1923 m ü. NN und 23 km nördlich von Armenia und hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 18 ° . Filandia wurde am 20. August 1878 gegründet. Das Gebiet war schon vor der Ankunft der Spanier vom indigenen Volk der Quimbaya bewohnt. Im 19. Jahrhundert wurde die Region von Antioquia aus besiedelt.
Da wir morgens früh aufgestanden waren, aber lange brauchten, um einen Flug und Unterkünfte auf den karibischen Inseln zu buchen, war es schon zu spät für eine Wanderung in das Palmental. So entschieden wir uns das Städtchen Finlandia zu besuchen.
Dazu bucht man sich einen Platz in den so genannten Willys am Hauptplatz von Salento. Wie gestern bei der Fahrt zur Kaffeeplantage gab es wieder angeregte Unterhaltungen im engen Jeep. Gestern mit zwei gut Deutsch sprechenden jungen Männern aus Polen, die Deutschland arbeiten, heute mit sehr gut Englisch sprechenden Tschechen beziehungsweise Slowaken, die in Kanada leben.
Der Bummel durch Filandia und der Besuch eines originellen Restaurants machte Spaß.
Und am Nachmittag trafen wir die beiden Kreuzberger wieder, die wir im Bus nach Palomino kennen gelernt hatten. Mit Max, dem Fotografen, hatten wir eine angeregte Unterhaltung in einem Straßencafé, während seine Freundin Jess noch nach Mitbringseln in den umliegenden Shops suchte. Wir staunten nicht schlecht, als wir hörten, dass Max jahrelang für die international anerkannte Künstlerin Nan Goldin gearbeitet hat, die im Herbst eine Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie hat.
Traditionell ist die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig von Filandia, insbesondere der Anbau von Kaffee, aber auch von Bananen, Maniok, Zuckerrohr, Obst, Hülsenfrüchte, Zierpflanzen und Mais. Zudem spielen Rinder-, Milch- und Geflügelproduktion eine wichtige Rolle.
Das Cocora-Tal
Mitten in der grünen, hochgelegenen Kaffeezone befindet sich das Valle de Cocora in einer Höhe zwischen 1.800 und 2.400 Metern. Damit gehört das Tal zu den Anden, die sich ebenfalls durch Kolumbien ziehen. Bereits seit 1985 gehört das breite Tal zum Nationalpark Los Nevados, einem der schönsten Nationalparks des Landes. Insgesamt ist er etwa 58.000 Hektar groß. Im Jahre 1973 gegründet wurde er rasch vergrößert, der höchste Punkt von Los Nevados ist der 5.300 Meter hohe Vulkan Nevado de Ruiz.
Vor allem ist das Tal genau wie das gesamte Schutzgebiet bekannt für die riesigen Wachspalmen mit dem Namen Cera, die bis zu 60 Meter hoch werden und gerade im Valle de Cocora in großer Zahl wachsen. Damit zählen diese schlank aufragenden Palmen zu den größten der Welt, doch es gibt im Tal noch mehr in der Pflanzen- und Tierwelt zu sehen. Das tropisch anmutende Tal ist darüber die Heimat zahlreicher Vögel, zu denen auch die riesigen Andenkondore, winzige Kolibris und farbenprächtige Tukane gehören. Auch größere Säugetiere finden im Valle de Cocora einen passenden Lebensraum, hier leben unter anderem Brillenbären, Pumas, Tapire und Faultiere. Sehr interessant ist darüber hinaus die Flora vor Ort, die bei einer Wanderung sehr gut erkundet werden kann und von weiten Graslandschaften bis hin zum Nebelwald reicht.


























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