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| Blick von der großen Veranda "unseres" Hostels „Montana Alto“ |
Minca, entspannt über Bäumen20 km südöstlich der Provinzhauptstadt Santa Marta, schmiegt sich zwischen die Falten der Sierra Nevada de Santa Marta, das charmante Lebenskünstler- und Ökodorf Minca. Die Gefechte mit FARC-Rebellen und Paramilitärs sind schon seit Jahren Vergangenheit. Die Natur gehört wieder Tukan, Pirol, Grasmücke, Bekarde, Kolibri und Co.. Besucher dürfen sich auf entspannte Touren durch Bambusdickichte, Begoniengärten, Mangohaine, Helikonien-Wälder und Dschungel freuen.
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| Schon um 6:00 Uhr quälte ich - Michael - mich aus dem Bett, um Vögel zu fotografieren, die zahlreich zumindest von unserer Veranda aus zu hören sind. Aber auf Kommando stellt sich keine Sensation ein und kaum erblickt, sind die kleinen Vögel schon wieder verschwunden. Am Nachmittag gelang mir zumindest dieses Foto eines Kolibris an einer Wasserstelle auf der Terrasse eines Restaurants. |
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| Minca Hauptstraße. Hier kann man abwechslungsreich, gut und günstig essen und für den kleinen Bedarf einkaufen. |
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| Mincas Dorfkirche |
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| Viele entspannte junge Leute sind in Minca unterwegs. In unserer Herberge sind 5 Männer - wir inklusive - aus Deutschland, 2 Holländer und ein US-Amerikaner. |
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| In der Nähe unseres Hostels befindet sich in einem Tal ein natürlicher Bachlauf mit einigen Becken und kleinen Wasserfällen. Dieses war der erste Anlaufpunkt für uns in Minca. Der Bambus hier ist schnell wachsend und wird bis zu 30 Metern hoch. |
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| Im Pozo Azul fanden früher Reinigungrituale der Kogui statt, die noch heute manchmal hierher herabsteigen, um zu baden – sagt zumindest unser deutscher Reiseführerautor Ingolf Bruckner. |
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| Am Pozo Azul hatte Michael ein interessante Begegnung mit einer gut Englisch sprechenden Studentin aus Bogota. |
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| Wir stiegen weiter den Bachlauf hinauf und kamen an diesen kleinen Wasserfall. |
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| Diese beiden unterschiedlichen Schmetterlinge schien sich gut zu verstehen. Der Große ist ein Marpesia Petreus. |
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| Entlang des Weges zu den Wasserfällen gibt es Ess- und Getränkeshops. In einer einfachen Bude aßen wir ein hervorragendes Tiramisu und tranken einen uns zu schwachen organischen Kaffee. |
An unserem zweiten Tag in Minka beteiligten wir uns an einer organisierten Tour. Mit einer Gruppe von 15 Personen und einem ortskundigen Guide besuchten wir eine Farm, auf der organischer Kaffee produziert wird, relaxten und duschten bei einem Wasserfall an einem kleinen Fluss, hatten ein hervorragendes Mittagessen in einer Lodge am Berghang mit Blick auf Santa Marta und erfuhren einiges über die Produktion von Schokolade von der Bohne bis zur Tafel. Dabei ging es zu wie beim guten Grundschulunterricht, alles durfte angefasst und probiert werden. So erfuhren wir das die fermentierte und nicht gebrannte Kakaobohne besonders reich an wertvollen Stoffen ist und sogar einigermaßen schmeckt. Nach dem Ausflug, bei dem wir viel interessante Gespräche mit einem Paar aus England sowie zwei Lehrer/innen aus Pankow hatten, gingen wir die circa 15 Minuten zurück zu unserer Unterkunft den Berg hinauf. Und da es sehr heiß war, freuten wir uns, dass wir im Anschluss noch den sog. privaten Pool unterhalb unseres "Hostels" erkunden und uns dort erfrischen konnten. - Abends sind wir mit unseren neuen Leipziger Reisebekanntschaften Mathias und Roland in das benachbarte Hostel zum Essen gegangen.

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| Dieser Tukan fühlt sich auf der Kaffeefarm so wohl, dass er sich immer in der Nähe des Hauses aufhält. |

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| In Minca ist man stolz darauf, dass hier organischer Kaffee produziert wird, der ganz ohne Pestizide auskommt. Die Kaffee-Pflanzen wachsen zwischen Yucca Bäumen und Bananenstauden und der Kaffee hat dadurch ein intensiveres Aroma. Die gesamte Ernte kann innerhalb des Dorfes verbraucht werden und wird vor allem an Touristen verkauft. |
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| Der Tukan war die ideale Ablenkung von dem Vortrag des Guides über die Produktion des Kaffees. |
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| Die guten Bohnen |
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| Früchte des Kakaobaums |
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| Die Freiwilligen erzeugen Kakaomus, das wird anschließend zusammen mit Rohrzucker per Hand zu einer schmackhaften Schokokugel geknetet. |
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| Bei diesem Mittagessen stimmte alles! |
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| In der Ferne sieht man Santa Marta. |
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| Tief in der Schlucht liegt der private Pool. Das Wasser ist eiskalt und es gibt einen kleinen Wasserfall. |
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| Dieser Hund hat uns begleitet, quer durchs Dorf und den Berg hinauf, hinab in die Schlucht und er war als erster im Wasser. Er begleitete uns zurück bis zu unserer Unterkunft und musste sich dann von uns verabschieden. |
Gestern am Sonntag haben wir vorwiegend am Hostel in Minca verbracht, Michael hat sich zwischendurch im Bach in der Schlucht unterhalb der Unterkunft abgekühlt. Gegen Abend sind wir ins Dorf gegangen und haben auf dem Weg zur Bude mit mexikanischen Essen das ältere Ehepaar aus Bayern wieder getroffen, die uns zuletzt in El Chalten ein paar Mal begegnet waren. Das Abschlussgetränk des Tages haben wir am Pool eines schönen Hostels am Berg eingenommen, zusammen mit Mathias (Verkäufer) und Robert (Yogalehrer, etc.) aus Leipzig.
San Rafael beim Tayrona-Nationalpark
Am 26. Februar sind wir von Minca aus mit zwei Bussen - Wechsel in Santa Marta - nach San Rafael gefahren. Wir haben uns ein Hotel in der Nähe des Eingangs vom Nationalpark organisiert, um möglichst früh vor den Massen in den Park zu kommen. Um zur Unterkunft zu kommen, geht man ein paar 100 m in Richtung Süden durch ein kleines Dorf und muss dann noch zwei Flüsse überqueren. Die Anlage kann man auch mit dem Auto erreichen. Das Hotel wird von zwei Franzosen geführt, die vor 8 Jahren hierhin ausgewandert sind. Es liegt wunderschön mitten im Grünen in einem gepflegten Garten an einem sauberen Fluss mit klarem Wasser.
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| Wenige Gäste, tolle Musik, leckeres Essen, ein großes Zimmer, ein Bett mit optimaler Matratze, eine Hängematte, jede Menge Vögel und die Geräusche des tropischen Waldes. Was will man mehr? Wir blieben vier Nächte in San Rafael. |
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| Vom Frühstücksplatz aus konnte man verschiedene bunte Vögel und Eidechsen beobachten. |
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| Beim Zugang zum Hotel mussten wir zwei Flüsse durchqueren. |
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| Am Nachmittag unserer Ankunft machten wir einen Spaziergang am Fluss entlang und dann einen ausgeschilderten Weg einen Hügel hinauf. Oben war ein Unterstand und eine Bank wie in einem deutschen Park, es wehte ein kühler Wind und der Himmel hatte sich vollständig zugezogen. |
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| Der Pozo Amor ist ein anderes attraktives Ziel nach einem kurzen Spaziergang in San Rafael. |
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| Eine tolle Abkühlung bei dieser Hitze! Schwimmen kann man leider nicht, dafür reicht der Platz nicht. Kleine Fische knabbern einem an den Füßen herum. |
Am zweiten Tag in San Rafael, das nur aus geschätzten 20 Häusern besteht, sind wir zum 10 Kilometer entfernten Costeno-Strand gefahren. Zwei Motorfahrer haben uns an der Hauptstraße aufgegriffen und uns für zu viel Geld zum Strand gebracht. Wie in Minca ist dieser Service für viele junge Männer ein Job und Einnahmequelle.
Die Meereswellen waren sehr stark, so dass wir uns beim Kampf gegen die Brandung vergnügen konnten. Geschwommen sind wir in der Flussmündung.
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| Abends in dem Restaurant, das zu unserem Hostel gehört. Zu sehr rhythmischer Musik mit dominanter Trommel und Gesang wurde auch getanzt. |
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| Zu groß zum Tuben. Wellenbrecher am Strand von Palomino, denn direkt hinter den schmalen Strand liegen sehr viele Hostels und Hotels. |
Tubbing
Eines der attraktiven Angebote in Palomino ist das Tuben. Als Beifahrer auf einem Motorrad wird man ein Stück ins Inland gebracht, dann schnappt man sich seinen großen Reifen und marschiert (20 Minuten) bergauf und bergab zum Ufer eines Flusses. Dort setzt man sich in den Reifen, bekommt vom Guide einen Anstoß und los geht die Fahrt.
So einfach war es dann doch nicht, denn ich – Michael – bin dann im Uferbereich von einer starken Strömung in ein Schilfgebüsch gezogen worden und dann glatt mit meinem Reifen umgekippt, beim Versuch aus der "Sackgasse" wieder heraus zu kommen. Immerhin konnte der davon schwimmende Rucksack von einem Mitreisenden aufgefangen werden.
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| An einer Bude im Wald verkauften zwei einheimische Frauen in weißen Gewändern Handarbeiten - überwiegend Taschen. |

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| Bald ist die Meeresmündung erreicht. An einigen Stellen im Fluss musste man mit den Füßen nachhelfen, ansonsten wäre man aufgelaufen. |