Uruguay: Colonia del Sacramento, Montevideo
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| Noch liegt die Fähre im Hafenbecken. |
Wir fuhren am Freitag, den 2. Februar mit der regelmäßig verkehrenden Fähre vom Hafen Madero in Buenos Aires in 1 1/2 Stunden nach Colonia del Sacramento.
Colonia del Sacramento, gegründet 1680 von Portugiesen, wechselte häufig zwischen spanischer und portugiesischer Herrschaft. Der Ort am Río de la Plata war Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen im kolonialen Südamerika. 1828 wurde Colonia Teil des unabhängigen Uruguay. Die gut erhaltene historische Altstadt, geprägt von portugiesischer und spanischer Architektur, wurde 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Stadt spiegelt die wechselhafte Geschichte wider und zieht Besucher mit ihrem einzigartigen kulturellen Erbe an.
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| Das Konvent - heute eine Ruine - wurde im Jahr 1694 erbaut und zerstört durch ein Feuer im Jahre 1704. Die Soldaten von Juan Manuel de Rosas begannen den Bau des Leuchtturms um 1845. Die Arbeit wurde unterbrochen vom großen Krieg und zuletzt im Jahre 1857 beendet. |
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| Das Stadttor wurde in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder aufgebaut aus den Ruinen der alten Stadtmauer und den Resten der hölzernen Zugbrücke. |
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| Die Basilika des Heiligen Sakraments steht am Plaza de Armas Manuel Lobo. Es handelt sich um eine einschiffige Kirche mit portugiesischen Steinmauern und Ziegeln. |
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| Sehr viele Straßen werden von Platanen gesäumt. |
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| Diese Straße zeigt noch das originale Kopfsteinpflaster aus portugiesischer Zeit. Die Häuser an der Seite stammen aus der ersten Kolonialepoche. |
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| Die typischen einstöckigen Häuser mit den flachen Dächern der Kolonialepoche. |
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| Am Platz des 25. Mai war ehemals ein Exerzierplatz, später wurde er bepflanzt. |
Colonia del Sacramento wurde in den letzten Tagen des Januar 1680 durch
Manuel Lobo, Gouverneur von Rio de Janeiro, im Auftrage des Prinzregenten Pedro II. von Portugal, gegründet. Pedro II. wollte an der Küste des Río de la Plata einen Brückenkopf zur Verteidigung seines Reiches anlegen lassen. Am 20. Januar 1680 kam Don Lobo auf der Colonia del Sacramento vorgelagerten Insel San Gabriel per Schiff an und besetzte den für das portugiesische Reich wichtigen strategischen Punkt. Als erstes wurden auf dem Festland eine Kirche und ein Fort errichtet. Die spanische Regierung in Buenos Aires unter dem Kommando von Don José de Garro griff das Fort in Colonia del Sacramento an und besetzte es. |
| Die Küste unterhalb der Altstadt |
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| Blick in den Außenbereich des Paläontologischen Museums. Riesenskelett eines Sauriers |
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| Ein Strand am Rio del Plata mit Blick auf die Altstadt von Colonia del Sacramento. |
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| Ein schöner Platz für den Sonnenuntergang und ein leckeres Fischgericht in einem Restaurant außerhalb des Zentrums. |
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| Der perfekte Sonnenuntergang am ersten Abend am Rio del Plata in Colonia. |
Und am Samstagabend gab es noch Karnevalsumzüge in Colonia.
15 Tanz- und Musikgruppen auch aus Argentinien präsentierten sich dem Publikum und traten im Wettbewerb gegeneinander an. Wir schauten ungefähr eine Stunde den Darbietungen zu und wunderten uns über das disziplinierte Verhalten des Publikums, das stundenlang auf Klappstühlen an der Straße saß, um immer wieder lange auf die folgenden Gruppen zu warten. Kein Vergleich mit dem Chaos beim Karneval der Kulturen in Berlin. Ein Bestandteil des Karnevals sind die Comparas, die sich auf afrikanische Traditionen beziehen.
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| Fahnenträger, mit riesigen Fahnen gehen den Tanzgruppen voraus und kündigen die jeweilige Gruppe an. |
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| Die Kostüme der Comparsas sind auffällig und kunstvoll gestaltet. Sie können Federkopfschmuck, bunte Gewänder und andere dekorative Elemente umfassen. Die Kostüme sind oft so konzipiert, dass sie die Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer betonen und die visuelle Pracht der Aufführungen verstärken. |
Ein Tagesausflug nach Montevideo
Montevideo hat eine reiche Geschichte, die bis zur Kolonialzeit zurückreicht. Die Region war ursprünglich von den Charrúa-Indianern bewohnt, bevor die Spanier im 18. Jahrhundert ankamen. Die Stadt wurde 1724 von Bruno Mauricio de Zabala gegründet und entwickelte sich schnell zu einem strategischen Hafen für den Handel mit Europa. Während des 19. Jahrhunderts spielte Montevideo eine wichtige Rolle in den Unabhängigkeitskriegen Südamerikas gegen die spanische Kolonialherrschaft. Die Stadt war Schauplatz verschiedener Konflikte, darunter die Belagerung von Montevideo. Uruguay gewann schließlich seine Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1828, und Montevideo wurde die Hauptstadt des neuen Staates. Die Stadt blühte im 20. Jahrhundert auf, erlebte jedoch auch politische Unruhen und Diktaturen. In den letzten Jahrzehnten hat sich Montevideo zu einer modernen und weltoffenen Metropole entwickelt, die für ihre kulturelle Vielfalt, ihre Strände und ihre entspannte Lebensweise bekannt ist.
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| Die Statue des nachdenklichen Dantes in einer der Hauptstraßen der Stadt in der Nähe der Nationalbibliothek. |
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| Eine Café in einer Buchhandlung, die vor einigen Jahren in dieses historische Gebäude gezogen ist. |
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| Einer der schönsten Plätze im Montevideo |
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Der Palacio Salvo wurde von den Textilindustriellen italienischer Herkunft, dem Brüderpaar José und Lorenzo Salvo, in Auftrag gegeben und vom Architekten Mario Palanti 1922 entworfen. Der 12. Oktober 1928 war der offizielle Tag der Einweihung. Mit einer Höhe von 105 m war das markante Gebäude im Stil des Art déco bis 1935 das höchste Bauwerk in Südamerika. Der vom selben Architekten geplante, aber etwas kleinere Palacio Barolo in Buenos Aires diente als Vorbild für das zu seiner Zeit viel kritisierte, prunkvolle Hochhaus. Heute gilt der Palacio Salvo als Wahrzeichen Montevideos und nostalgische Erinnerung an die Periode der Prosperität Uruguays im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. |

In der Mitte des teils mit Palmen bepflanzten Platzes befindet sich seit 1924 eine die Plaza überragende von Angel Zanelli entworfene 17 Meter hohe und 30 Tonnen schwere Artigas-Statue, die den uruguayischen Nationalhelden José Gervasio Artigas als Reiter in östliche Richtung reitend zeigt. Dieses Monument thront über dem unter der Erdoberfläche gelegenen Artigas Mausoleum, in dem sich, bewacht von zwei Soldaten, die sterblichen Überreste des Wegbereiters der uruguayischen Unabhängigkeit befinden.
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| Im Hintergrund ein Resultat des Baubooms zu Beginn der Sechzigerjahre bis 20. Jahrhundert. |
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| Die ultimative Stadtansicht |
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| Hinter dem Unabhängigkeitsplatz beginnt die Fußgängerzone der Altstadt |

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Gemütlich geht es in der Altstadt zu. Es wehte ein starker Wind vom Meer, so dass die Hitze gut zu ertragen war.
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| Die historische Markthalle auch mit einigen, teuren Restaurants |
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| Ansicht der Stadt von der Meeresseite bzw. Flussmündung |
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| Kilometerlang gingen wir die Promenade entlang, zumeist direkt am Meer, auch vorbei an der deutschen und US-amerikanischen Botschaft. |
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| Ein Sandstrand in Montevideo |
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| Im Park Rodó erinnert die Seenlandschaft an manchen Stellen an eine Wüstenoase. |
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| Der Parque Rodó gilt als einer der schönsten Parks in Montevideo. Er befindet sich am Ufer des Río de la Plata und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 13 Hektar. Der Park ist nach dem uruguayischen Dichter José Enrique Rodó benannt. |
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