Cartagena de Indias
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| Die Altstadt von Cartagena ist von einer starken Wehrmauer umgeben. Die Kathedrale ist von Weitem schon zu sehen und prägt die schöne Stadtansicht. |
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| Puerta del Reloj. Hinter dem Tor befindet sich der Plaza de los Coches, der zur Kolonialzeit der größte Sklavenmarkt in Südamerika war. Cartagena besaß das Importmonopol für die menschliche Fracht. |
Cartagena de Indias ist eine historische Hafenstadt an der Karibikküste Kolumbiens. Die Altstadt, auch als "Ciudad Amurallada" bekannt, ist von gut erhaltenen Stadtmauern aus dem 16. Jahrhundert umgeben und zeichnet sich durch farbenfrohe koloniale Gebäude aus.
Die Stadt hat eine reiche Geschichte, die sich in ihren Festungen, Plätzen und engen Gassen widerspiegelt. Cartagena ist ein kulturelles Zentrum mit Museen, Kirchen und einer lebendigen lokalen Kunstszene. Die Strände in der Umgebung, wie beispielsweise Bocagrande, bieten Erholung und die Möglichkeit, das warme Karibikwasser zu genießen. Die lokale Küche ist geprägt von Meeresfrüchten und karibischen Einflüssen, und die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Musik- und Tanzszene.
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| Blick aus dem Inquisitionsmuseum am Bolivar-Platz |
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| Das Reiterstandbild von Simon Bolívar wurde 1896 auf dem Platz errichtet. Vorher hieß der Ort Plaza de la Inquisicion. |
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| Im Jahre 2000 wurde der Bolivar-Platz im Herzen von El Centro neu und sehr exquisit gestaltet. Zwischen Blumen und unter schattigen Bäumen tragen Domino- und Schachspieler ihre Turniere aus und posieren geschmückte afro-kolumbianische Obstverkäuferinnen. |
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| Der Zoll-Platz gehört zu den repräsentativen Plätzen der Kolonialzeit. In dem langgestreckten, arkadengeschmückten Zollhaus unterhält heute die Stadtverwaltung Büros. |
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An der Westflanke steht das ockerfarbende Casa del Premio Real mit ihren ziegelgedeckten Holzbalkons – hier wohnte einst der Vizekönig.
Cartagena, gegründet 1533 von Pedro de Heredia, hat eine reiche und komplexe Geschichte. Die Stadt war ein bedeutender Kolonialhafen, der von den Spaniern zur Verwaltung des Gold- und Silberhandels genutzt wurde. Durch die Jahrhunderte hindurch war Cartagena wiederholt Ziel von Piratenangriffen, was zur Errichtung beeindruckender Befestigungsanlagen führte, darunter das berühmte Castillo San Felipe de Barajas. Die Stadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist die von Touristen meist frequentierte Stadt Kolumbiens. |
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| Der Zollplatz, Plaza Aduana, mit dem Kolumbus-Denkmal. |
Die Einwohner sind zum großen Teil afrikanischer Abstammung. Zu den wichtigsten Einkommensquellen zählen Fischerei, der Hafen, Öl-Industrie und Tourismus. Im Jahre 2019 besuchten 350.000 Touristen mit Kreuzfahrtschiffen und 4,5 Millionen Touristen auf dem Luftweg die Stadt. Exportiert wird hauptsächlich Öl, Kaffee und Platin. Erdölraffinerien, chemische und petrochemische Industrie sind hier angesiedelt.
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| Die Damen bieten sich in ihrer farbenfrohen Kleidung als Fotomodelle an. Das ist ihr Job! |
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| Das Denkmal erinnert an den Jesuiten-Priester, Pedro Claver, der von 1580-1654 lebte. Der in Mallorca studierte Philosoph half 38 Jahre lang äußerst engagiert das schwere Los, der durch die Überfahrt aus Afrika geschwächten Sklaven zu lindern. Er erbettelte Geld von dem er Lebensmittel und Medikamente erwarb, und vermittelte den Gedemütigten durch Zuwendung und Gespräch einen Funken Hoffnung. Es heißt er habe im Laufe seines Lebens 300.000 Menschen zum Christentum bekehrt. 1888 ist er vom damaligen Papst heilig gesprochen worden. |
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| Detail des Cervantes-Denkmals vor dem alten Stadttor. |
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| Die Front der Kirche San Pedro Claver. Die schöne Kuppel wurde erst im frühen 20. Jahrhundert aufgesetzt. |
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Die Mauern der Kirche und Convent de la Merced sind stehen geblieben und Anfang des 20. Jahrhundert zu einem Theater im neoklassizistischen Stil umgebaut worden.
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| Westlich vom Bolivarpark steht der trotzige ehemalige Inquisitionpalast - heute Museo Historico - aus dem 18. Jahrhundert mit seinem Barockportal, welches vom spanischen Wappen gekrönt wird. Das Strafgericht der Inquisition hatte bereits 1610 an dieser Stelle seinen Hauptsitz. Hier wurden alle jene verfolgt, die vom Katholizismus abwichen. |
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| Blick vom so genannten Inquisitionsmuseum auf den Bolivar Platz. |
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| Innenhof des ehemaligen Inquisitionpalastes. |
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| Gemälde im kleinen aber sehenswerten Museum für Moderne Kunst |
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| Auch eine Plastik von Enrique Grau, die man in größerem Format auf einem Platz in der Stadt findet. |
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| Ein Teil des Museums ist den Bildern und Plastiken von Enrique Grau gewidmet, der zu den wichtigsten Künstlern Kolumbiens im 20. Jahrhundert gehörte und der in Cartagena geboren wurde. Seine Skulpturen einer etwas molligen Dame beim Telefonieren oder wie hier beim Hören von Musik gefielen uns sehr. Grau war auch mit Botero befreundet und hat seine künstlerische Ausbildung in New York begonnen, wo er Schüler von George Grosz war. |
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Gefallen hat uns auch das kleine Museum de Oro am Bolivarplatz, in dem man nicht nur freien Eintritt hat, sondern sich auch unter einer Klimaanlage abkühlen kann. |
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Dieses Stadtviertel im Süd-Osten der Altstadt war früher durch einen Wasserarm von El Centro und San Diego abgetrennt. Entlang schmaler Gassen in niedrigen Häusern wohnten die "kleinen" Leute, Zimmermänner, Schneider und Schankwirte. Zwischen diesen Stadtvierteln tobte ein chaotischer und bunter Markt. Heute steht da ein großes modernes Kongresszentrum. |
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| Wir wohnten in den ersten Tagen am Rande von Getsemani. Der Blick von „unserer“ Terrasse über den See Lazaro zum Stadtteil Manga. |
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| Getsemani hat ein besonderes Flair und wirkt wie eine eigene Stadt. Manche Nebenstraßen sind beinahe dörflich geprägt, einige komplett verfallen und einsam. In den meisten Straßen tobt aber nachts das bunte Leben und das Stadtviertel hat sich zu einem der beliebtesten Ausgehviertel der Stadt entwickelt. |
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| Auf dem kleinen Platz Trinidad vor der Kirche finden des Abends u.a. Breakdance-Aufführungen vor Hunderten begeisterter Zuschauer statt. |
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| Gasse in Getsemani |
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| Street-Art an einer Mauer gegenüber einer Galerie |
Castillo de San Felipe de Barajas
Wir besichtigten das Kastell am Sonntagmorgen. Kurz nach 6 Uhr fielen wir aus dem Bett und starteten sofort einen Spaziergang entlang der Mauer des Lazaro-Sees in Richtung der Verteidigungsanlage San Felipe. Vor unserer Haustür verlief die Strecke des Halbmarathons, der bereits um 5 Uhr gestartet war. Um 7:00 Uhr öffnete die Kasse des nationalen Monuments und wir waren tatsächlich die ersten Besucher.
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| Sonnenaufgang, San Felipe sieht man im Zentrum des Bildes. |
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| Der Halbmarathon in unserer Straße |
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| Wehrmauer am Lazaro-See |
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| Im März 1741 griff der englische Vizeadmiral Edward Vernon Cartagena an. Die Festungs-Anlagen war noch längst nicht fertig. Vernon glaubte fest an seinen Triumph und durfte dies auch: er hatte eine Armee von 20.000 Mann bei sich, verteilt auf eine Armada von 186 Schiffen mit insgesamt 2000 Kanonen. Die Verteidigung der Stadt übernahm der 52-jährige Admiral Blas de Lezo, den man auch den „halben Mann“ nannte, wegen zahlreicher Kriegsverletzungen hatte er nur noch ein Auge, einen Arm und ein Bein. - siehe Foto - Er kommandierte sechs Fregatten sowie etwa 3500 Soldaten und Bogenschützen. 60 Tage dauerten die zähen Kämpfe. Don Blas de Lezo verschanzte sich auf dem Kastell Filipe. Tropische Regengüsse, Gelbfieber, Durchfall und Hunger setzten den Engländern mehr und mehr zu. Sie mussten schließlich abrücken und hatten die Hälfte ihrer Leute und 50 Schiffe verloren. |
Dieses 40 m hoch aufragende monumentale spanische Kastell umschließt 20 Fußminuten östlich der Altstadt, den Hügel San Lazaro. Es ist das größte Fort, das die Spanier während ihrer Jahrhunderte währenden Herrschaft auf dem amerikanischen Kontinent errichteten. Das ursprünglich unspektakuläre Fort wurde 1637 unter holländischer Anleitung gebaut und war dennoch nicht stark genug, um 1697 dem Korsaren de Pointis zu widerstehen.
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| Ein Modell aus dem Schifffahrtsmuseum. Die Nummer ist 10 die Festungsanlage San Felipe. |
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| Von der Festung hat man einen fantastischen Blick über die Stadt. Die Hochhäuser gehören zum Stadtviertel Boca Grande. |
Ein Tag am Strand von Bocagrande
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| Massage, Getränke, Tattoos, Kleider, Eis oder wie hier Ceviche, am Strand gibt es Vieles und das alle zwei Minuten. |
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| Am letzten Strandabschnitt der Halbinsel Bocagrande war es deutlich ruhiger. Wir sind mit einem der zahlreichen gelben Taxis dorthin gefahren und zurück zu Fuß in die Altstadt gegangen. |
Eigentlich wollten wir am 20. Februar weiterfahren, dann hat Michael aber in der Nacht einen Durchfall bekommen und wir haben einen Tag im Hotel in der Altstadt von Cartagena verlängert. Es wäre einfach zu riskant gewesen, bei einer vierstündigen Busfahrt auf eine Toilette angewiesen zu sein. Jetzt sind wir mehr als eine Woche in Cartagena gewesen. Die Stadt haben wir uns jetzt recht gut erschlossen und die abendliche Atmosphäre mehrfach genossen. Wir haben zweimal am Hafen gesessen, an einem kleinen Platz in Getsemani oder auch an einem der Parks im stark besuchten Altstadtviertel. Heute haben wir gegen Abend noch mal einen Gang über die Stadtmauer gemacht und das bunte Treiben auf der Mauer erlebt samt Hochzeit eines protzigen Neureichen. Beim Gang durch die Altstadt haben wir mindestens drei afro-karibische Trommel- und Tanzgruppen erlebt, die uns aber von ihrer Tanz-Performance her nicht besonders überzeugt haben.
Bustour zur Playa Blanca und mit dem Boot zu einer der Rosario-Inseln
Da haben wir mal die Katze im Sack gekauft und uns auf das Angebot unserer Vermieterin eingelassen. Es war aber auch einfach zu billig. Eine Dame holte uns morgens von unserer Unterkunft ab und brachte uns zum Sammelpunkt beim Stadttor. Anstatt zum Hafen ging es im Bus durch dichten Verkehr auf die Halbinsel an den angeblich schönsten Strand der Umgebung Playa Blanca. Der war vollgequetscht mit Buden, Strandliegen, Schirmen und Menschen.
Wir wurden in ein kleines Boot verfrachtet, nach längerem Hin und Her mussten wir das Boot wechseln, wobei Michael bis zur Hüfte nass wurde. Dann ging es im rasanten Tempo zur Insel mit dem Meeresaquarium. Immerhin was die Fütterung der verschiedenen Fischarten, Schildkröten und die Delphinshow interessant. Es ging wieder zurück zum Strand, wobei auf dem Rückweg noch ein paar Passagiere von einer anderen Insel aufgenommen wurden. Am Strand angekommen, gab es ein einfaches Essen vor einer der Fischbuden, man hatte noch Zeit für einen Spaziergang am Strand und dann ging es wieder zum Bus und nach zwei Stunden war man wieder in der Stadt.
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