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| Es weihnachtet auch in Argentinien sehr. |
El Calafate Frühes Aufstehen im fensterlosen Zimmer des Hotels in Puerto Natales. Mit Sack und Pack geht es zu Fuß zum Busbahnhof oberhalb der Stadt. Der große, bequeme Reisebus ist gut gefüllt. Wir bewegen uns in typischen touristischen Bahnen. Wenn man aus dem Norden kommt, fährt man von El Calafate nach Puerto Natales, ansonsten umgekehrt. Im Doppeldecker-Bus haben wir den Platz ganz vorne mit der Topaussicht auf die Landschaft.
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| Die Hauptstraße von El Calafate ist schön grün mit Geschäften und Restaurants an beiden Straßenseiten. |
Zu sehen gibt es wenig, bzw. viel vom Gleichen. Flaches, trockenes Land mit wenig Vegetation, ab und zu mal eine Estancia, eine Ansammlung von Häusern, die den Sitz eines Landgutes mit riesigen Ausmaßen bildet. An der chilenischen Grenzen sowie an der argentinischen Grenzstation müssen alle aus dem Bus und an der kleinen Grenzstation mitten auf dem Land ihre Reisepässe vorzeigen. Von den Chilenen bekommt man einen Ausreisestempel, die Argentinier fotografieren den Pass und man bekommt keinen Einreisestempel. Der Bus fährt langsam und sicher auf den vorwiegend geradeaus verlaufenden Straßen. So haben wir Zeit zu lesen. Unabgelenkt in richtigen Büchern, die man kaum noch bei jüngeren Reisenden sieht. Markus hat ausgelesen Batya Gur: „Denn am Sabbath sollst du ruh‘n“ und Michael liest mit wachsender Begeisterung „Alle Tage“ von Terezia Mora. Wir befinden uns in den achtzigster Jahren unter Psychoanalytikern in Jerusalem bzw. um die Jahrtausendwende irgendwo in einem osteuropäischen Land. Man muss halt lesen, was man so findet, immerhin …
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Dieser lustige Vogel begegnete uns in der Stadt an verschiedenen Orten. Den ersten Exoten, den wir in El Calafate antrafen. Er war immer mit zwei Kumpel unterwegs und sie stritten sich permanent. In der Stadt wären sie fast überfahren worden. Es handelt sich um schwarz-gesichtige Ibisse.
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El Calafate ist Hauptstadt des Departamento Lago Argentino und Zentrum des Tourismus für den Nationalpark Los Glaciares mit dem bekannten Gletscher Perito Moreno am Fuß der Anden. Es ist eine rasch wachsende Kleinstadt im Südwesten Argentiniens in der Provinz Santa Cruz am Ufer des Lago Argentino auf etwa 200 Metern Höhe, sagt Wikipedia.
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| Blick von unserer Frühstücks-Terasse im außerhalb des Ortes liegenden Hostel Titan auf den Lago Argentina. |
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| Kurz hinter der Hauptstraße führt diese Holzbrücke zum historischen Museum und zur Strandstraße. |
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| Wir waren der Meinung, dass der Lago Argentino wenig Wasser führt. |
Calafate lebt heute fast ausschließlich von den Touristen aus aller Welt. Hochsaison ist von Oktober bis Mai. Gegründet wurde El Calafate als Versorgungspunkt für die Wolltransporte von den umliegenden Estancias. Heute sind die Schafe aus dem Landschaftsbild fast verschwunden. Der 2000 eingeweihte Flughafen, 21 Kilometer östlich des Ortes, brachte noch einen zusätzlichen Schub, da Calafate damit auch von größeren Flugzeugen angeflogen werden kann. Der Boom sorgte für einen weiteren Bevölkerungsanstieg: Zur Volkszählung 2010 zählte die Stadt 16.655 Einwohner und damit mehr als das Doppelte als 2001.
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| Der Kopf und der Nacken dieses Fleischfressers sind Nachbildungen, ansonsten alles echt! |
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| Dieses Säugetier hat vor 10000 Jahren in der Region gelebt und die damals lebenden Menschen wahrscheinlich in Angst und Schrecken versetzt. |
Eines der wenigen Attraktionen ist das prä- bzw. historische Museum. Wir museumsverwöhnten Großstädter waren etwas enttäuscht, vor allem wegen der museumsdidaktischen Aufbereitung der vielen Informationen. Einige Saurierskelette des Hauses scheinen wertvoll zu sein, da sie sehr gut erhalten sind und aus originalen Knochen bestehen.
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| Der Eingang zum See-Reservat |
Interessanter als das Museum fanden wir den Vogelschutzpark, der in der Nähe des Seeufers angelegt ist und über verschlungene Pfade zwei größere Seen umrundet. Bis zu 100 verschiedene Vogelarten soll man beobachten können. Man erhält ein Informationsblatt sogar auf Deutsch, in dem die verschiedenen Landschaftsformationen, die typische Vegetation sowie einige Vogelgruppen erklärt werden. In dem Blatt erfährt man, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur 7,5 °C und der Durchschnitt im Sommer nur 12°, im Winter aber auch nur 0 °C beträgt.
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| Entsteht bei dieser Reise etwa ein neues Hobby? Auch als Rentner kann man sich noch ausgiebig der Vogelkunde widmen. vielleicht mit einem etwas besseren Objektiv? Dann wären die unten dargestellten Fotos vielleicht noch ein wenig schärfer. |
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| Leider wollten die Flamingos nicht näher an die Vogelbeobachtungsstation herankommen. |
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| Welcher Vogel ist denn das? |
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| Ausflug der gesamten Entenfamilie über den See. So schön in Formation! |
Ausflug zum Moreno-Gletscher
Der Perito-Moreno-Gletscher ist einer der größten Auslassgletscher des Campo de Hielo Sur, des größten Gletschergebietes der südamerikanischen Anden. Er befindet sich in Patagonien im Südwesten Argentiniens. Bekannt ist der Gletscher vor allem dadurch, dass seine im Lago Argentino endende Gletscherzungen den südlichen Arm des Sees absperrt und aufstaut, der sich dann periodisch entleert. Benannt wurde der Gletscher nach Perito Moreno, einem argentinischen Geografen, der sich insbesondere Patagonien widmete. Heute gehört der Gletscher zu den größten Touristenattraktionen Argentiniens. Im Gegensatz zu den meisten Gletschern der Region zieht sich der Perito-Moreno-Gletscher nicht zurück, die Massenbilanz zeigt keinen eindeutigen Trend. - Wir haben die Tour organisiert unternommen, vor allem, weil wir sehr bequem von unserem außerhalb des Ortes liegenden Hostel abgeholt wurden. Es gab eine Dame, die die Fahrt begleitete und uns bis zur Ankunft mit Informationen in Spanisch und holprigem Englisch versorgte, immerhin per Mikro. Im Kleinbus in der letzten Reihe kriegte man nicht allzu viel von ihren Erklärungen mit. Bei der Rückfahrt schwieg sie - zum Glück!.
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| Blick aus dem Doppeldecker-Bus in Richtung El Chalten |
Gestern am 18. Dezember 2023 sind wir mit einem großen Reisebus in El Chalten aus El Calafate kommend angekommen.Michael quälte sich mit einer bakteriellen Infektion der Nase herum, stand unter Antibiotika und Markus war zu dem Zeipunkt noch ganz fit. Er organisierte am Nachmittag noch eine schönere, größere und günstigere Unterkunft als die bisher gebuchte. Wir befinden uns nämlich in der argentinischen Hauptreisezeit und in einem der schönsten Wandergebiete des Landes. Entsprechend hoch sind die Preise.
Immerhin machten wir gegen Abend noch eine kurze Wanderung zu zwei Aussichtspunkten, die schon sehr lohnend war. Im kleinen Supermarkt wurde vorher eingekauft und während Michael entkräftet ruhte, bereitete Markus den Salat und das Risotto mit Käse zu. Es war wie fast immer - lecker! - Die Folgen aber für Markus in der Nacht nicht so erfreulich.
El Chalten gehört zu den jüngsten Ortschaften Argentiniens. Der Ort bietet den direktesten Zugang zu den Bergmassiven des Cerro Torre und des Fitz Roy. Letzterer heißt in der Sprache der Ureinwohner, der Tehuelche-Indianer, El Chaltén. Das bedeutet in ihrer Sprache „Rauchender Berg“, obwohl der Fitz Roy kein Vulkan ist. Die Bezeichnung leitet sich von den oft an der Spitze des Berges sichtbaren Wolken ab. Der Ort war früher nur über eine stundenlange Busfahrt über eine Schotterpiste zu erreichen. El Chaltén verfügt über keine Industrie und kaum Landwirtschaft, erlebt jedoch durch den zunehmenden Tourismus rund um die ausgedehnten Trekking- und Bergsteiggebiete nahe dem Fitz Roy einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.
In der Nacht erwischte es dann Markus - keine Details - man nennt es wohl Magen-Darm-Grippe. So war dann der Vormittag geprägt durch ein feines Frühstück in der alten Unterkunft und dem kurzen Umzug in das Loft. Markus legte sich mit Fieber ins Bett. Michael erledigte die Einkäufe. Denn wir haben ein Apartment mit eigener Küche. Zum frühen Abendessen gab es daher die berühmte Gemüsepfanne, diesmal mit Reis. Während Markus sich wieder ins Bett verzog, trieb es Michael hinaus in die wunderschöne Landschaft. Mit wenig Gepäck ging er in den Naturpark Richtung Fitz Roy. Es ging 3 km mehr oder weniger den Berg hinauf mit schönen Aussichten in die weite Landschaft. Der Aufstieg ging bis zu einem See, an dem ein Campingplatz liegt (Lago Azul). 10 Minuten am See ausruhen und noch die letzten Strahlen der Sonne genießen und dann ging es wieder abwärts. Hinunter ging es relativ flott. Zuletzt ging es an der langen Hauptstraße entlang mit ihren vielen Kneipen, Restaurants und Hostels.
Wanderung zur Laguna Capri
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| Eine weite Ebene im Tal hinter El Chalten gesehen nach einem kurzen Aufstieg auf dem Sendero Fritz Roy. |
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| Die letzten Sonnenstrahlen treffen den Gipfel des Fritz Roy. |
Wanderung zur Laguna Torre
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| Eine dreistündige, mittelschwere Wanderung mit wenigen Steigungen, dann war man am Torre-See. |
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| Bei der Wanderung nähert man sich auch dem Fritz Roy, aber je näher man kommt, umso weniger kann man ihn sehen. Stattdessen ein Gebirge mit imposanten Türmen (ähnlich wie die Torres de Paine) |
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| Ein Tag nur war der Hase krank, jetzt läuft er wieder - Gottseidank! |
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| Geschafft: die Laguna Torre |
Wanderung zur Laguna de los Tres
Der Startpunkt der Wanderung befindet sich nordwestlich von El Chaltén. Wir gingen von um 7 Uhr los, um nicht in großer Wanderermasse aufsteigen zu müssen. Vom Eingangstor geht es zunächst eine Weile lang bergauf. Diesen Weg kannte ich (Michael) bereits durch meine Tour zur Laguna Azul. Nach ca. einer Stunde erreicht man einen tollen Mirador, von welchem man eine grandiose Aussicht auf den Fitz Roy und seine Nachbarspitzen hat. 
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| Von der weiten Ebene aus sieht man das Ende des Gletschers Piedras Blancas. |
Nach einem flacheren Abschnitt gelangt man in das Camp Poincenot, welches man durchquert. Über kleine Flüsse und einer weiten Ebene mit vielen kleinen Tümpeln geht es zum finalen Anstieg, der es in sich hat. Es geht steil bergan, über große Felsbrocken und auf kleinschotteriger Piste windet sich der Weg hinauf zur Laguna de los Tres.
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| An diesem Punkt hatten wir den steilen, sehr anstrengenden Aufstieg schon hinter uns. Es war nur noch der folgende Schotterberg zu überwinden (wo sich Markus beim Rückweg verletzte), um den fantastischen Blick auf den See, die umliegenden Berge und die imposanten Felsspitzen zu bekommen. |
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| Einer der schönsten Orte Südamerikas! |
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| Ein vorsichtiger Blick über den Felsen auf den so genannten schmutzigen See. |
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| Kurz vor dem steilen Abstieg kann man das gesamte Panorama überblicken mit den Seen Laguna Madre und Laguna Hija. |
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| Eine Rast am Lago Azul. Von hier aus ist es noch eine Stunde bis zum Parkeingang. |
Ein kurzer Gang zu einem schönen Wasserfall
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| Hinter dem Dorf eröffnet sich eine weite Ebene. Nach circa 4 km hat man den Wasserfall erreicht. |
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| Am Wasserfall Chorillo del Salto |
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